Die japanische Küche: ein Kochbuch-Muss

Die japanische Küche Buchcover

„Die japanische Küche“ ist eines der schönsten Japan-Kochbücher, das ich bislang in deutscher Sprache kenne. Der Schwerpunkt dieses Buches liegt auf typisch japanischen Elementen (hier als Zutaten bezeichnet), die liebevoll zusammen gestellt und ausführlich beschrieben sind sowie von fantastischen Bildern sowohl einzelner Zutaten als auch daraus erstellter Gerichte begleitet werden. Die ausgewählten Rezepte decken eine ungemeine Bandbreite der japanischen Küche ab, verdeutlichen die kulinarische Vielfalt und die Gerichte sind einfach köstlich.

Kochbuch "Die japanische Küche": Reis, die Seele Japans
Kochbuch „Die japanische Küche“: Hintergrundinformationen zu Reis als Seele Japans
Kochbuch "Die japanische Küche": Zutat Gobo
Kochbuch „Die japanische Küche“: Über die Zutat Gobo (Klettenwurzel)

Die Autorin Kimiko Barber geht im ersten Teil ihres Kochbuches auf die japanische Kultur und kulinarische Ursprünge ein. Hier beschreibt sie Reis als die Seele Japans in fester wie in zu Sake verarbeiteter Form, geht dem Geschmack Japans anhand der Geschichte des Salzes nach und auf religiöse Einflüsse ein.

Im zweiten Teil stellt sie anhand von vierzehn Kategorien die wichtigsten Zutaten oder Elemente der Küche Japans vor, inklusive Hintergrundinformationen über deren Lebensraum, Aussehen und Geschmack, Nährwert, Einkauf und Lagerung sowie Verwertung. Zu jeder Zutat gibt es 1-2 exemplarische Rezepte, die leicht verständlich, einfach und fast ausschließlich schnell nach zu kochen sind. Hier werden sicherlich selbst Japan-affine Hobbyköche noch einige Zutaten entdecken, von denen sie noch nie gehört haben – wie Gobo, Kampyo, Fu, Kanten. Die Portionsangaben beziehen sich immer auf vier Personen.

Kochbuch „Die japanische Küche“: wunderschöne Zusammenstellung von Informationen, Bildern und Rezepten

In diesem Kochbuch werden alleine die vielen verschiedenen Nudelarten Japans einzeln dargestellt und ausführlich erläutert. Von Soba über Udon, Somen über Hiyamugi und Harusame bis Ramen. Denn Nudeln zählen tatsächlich zu den beliebtesten Elementen in der japanischen Küche: ob kalt oder warm, in Form von Suppe, Salat, Eintopf oder gebraten – sogar zum Frittieren eignet sich eine Nudelart hervorragend.

So besonders schön finde ich an diesem Buch, dass es sehr minimalistisch und dabei hochwertig aufgemacht ist, viele wirklich interessante Informationen enthält, ohne damit zu überfordern und die Anzahl der Rezepte überschaubar und exquisit ist. Die Auswahl reicht von klassischen Gerichten bis hin zu modernen Interpretationen.

„Die japanische Küche“ ist ein tolles Buch, um in das Thema einzusteigen und dabei zu bleiben. Mit Hilfe der Rezepte lassen sich relativ schnell und unkompliziert wunderbare Gerichte auf den Tisch zaubern, die eine pure Gaumenfreude sind und Lust auf mehr machen.

Kochbuch „Die japanische Küche“, gebundene Ausgabe
Autorin: Kimiko Barber
Verlag: Hädecke Verlag
Bezugsquelle: stationärer Buchhandel des Vertrauens; Amazon (online kaufen); Thalia (online kaufen); Hugendubel (online kaufen)

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