Hintergrund: Educational Manga

Eine großartige Art der Wissensvermittlung in der japanischen Kultur stellen sogenannte Educational Manga dar. Auf unterhaltsame, leicht verständliche Weise wird darin nicht nur eine Geschichte erzählt, sondern gleichzeitig über ein Thema aufgeklärt und Wissen transportiert. Passenderweise wird diese Manga-Erzählform auch Manga Edutainment (Verschnitt von Education = Bildung und Entertainment = Unterhaltung) genannt.

Klassische Educational Manga vermitteln vornehmlich historische oder biografische Inhalte, wie der zweibändige Wälzer „Showa – A history of Japan“ (engl. Wikipedia) von Shigeru Mizuki oder der zehnteilige Band „Buddha“ (engl. Wikipedia) von Osamu Tezuka.

Andere Educational Manga behandeln sozio-gesellschaftliche Themen, wie die Onsen-Badekultur Japans in „Thermae Romae“ (engl. Wikipedia) von Mari Yamazaki oder bieten kulinarischen Tiefgang wie in „Oishinbo“ von Tetsu Kariya (Autor) und Akira Hanasaki (Zeichner).

Auch Lehrinhalte für Kinder und Jugendliche werden nicht selten und schon lange in Manga-Form vermittelt. Erstaunlich, dass erst im Jahr 2015 die japanische Organisation „The Nippon Foundation for Social Innovation“ im Herkunftsland selbst explizit darauf aufmerksam machte. Mit der eigens ins Leben gerufenen Initiative „The Manga Edutainment Project to Open New Worlds“ (Offizielle Information der Nippon Foundation for Social Innovation) wirbt die Organisation für einen stärkeren Einsatz von Manga Edutainment zur gezielten Weiterbildung besonders junger Menschen.