Ikkō Tanaka: Urvater japanischen Grafikdesigns

Ikkō Tanaka

Dem Oeuvre des wohl bedeutendsten Grafikdesigners Japans sind in diesem und kommendem Jahr gleich zwei Präsentationen, eine in Nürnberg und eine in München, gewidmet. Ikkō Tanaka gilt als der Urvater des Grafikdesigns in Japan, dessen Schaffen noch weit über seinen Tod im Jahr 2002 auch außerhalb seines Heimatlandes hinaus wirkt.

1930 in der japanischen Tempelstadt Nara geboren, war Tanaka stets in unermüdlichem Schaffen für die Vermittlung zwischen der Kultur Japans und der westlichen Welt aktiv. International machte er sich vor allem durch seine Plakatkunst einen Namen. Tatsächlich gab er kulturellen Institutionen und Veranstaltungen ebenso ein Gesicht, wie dem No-name-Warenhaus Muji, entwarf Designs für Modeschöpfer wie Issei Miyake, die Expo 1970 in Osaka sowie Logo und Medaillen für die Olympischen Spiele 1964 in Tokyo.

Das Neue Museum für Kunst und Design in Nürnberg präsentiert seit dem 27.10.2017 und noch bis 18.02.2018 unter dem Titel „Ikkō Tanaka. Plakate aus Japan“ eine Auswahl seiner Werke aus fast 30 Jahren Schaffenszeit.

ikkō Tanaka Faces

Ikko Tanaka
The 200th Anniversary of Sharaku, 1995
Foto: Die Neue Sammlung (A. Laurenzo)
© Ikko Tanaka Archives, DNP Foundation of Cultural Promotion 2017

Vom 3.03.2018 bis 17.06.2018 zeigt die Pinakothek der Moderne in München mit „Japanische Plakate: Ikko Tanaka – Faces“ eine Auswahl von Werken mit dem Motiv „Gesicht“, die Tanaka in zahlreichen Formen, von geometrisch abstrahiert über kalligraphiert bis zu fotografiert im Laufe seiner Wirkzeit entworfen hat.

„In kühner Abstraktion und Balance des Gegensätzlichen, ausdrucksstark, elegant und kraftvoll – so könnte man den Stil von Ikko Tanaka skizzieren. Ivan Chermayeff, sein amerikanischer Kollege, nannte ihn „distiller of visual truth“.“ beschreibt die Pinakothek ihre Präsentation.

In jedem Fall sind Tanakas Werke ungemein einprägsam und zeitlos. Das zeigt unter anderem die aktuelle Ikkō Tanaka-Kollektion von Issei Miyake, mit der Face-Serie 1995 und der Bokugi-Serie 1996.

Mein Traum wäre es ja, mit einem Stück aus der „Face-Serie“ von Miyake in die „Faces“-Ausstellung der Pinakothek der Moderne zu gehen. Hingehen werde ich mit Sicherheit. In beide Präsentationen.

Ikkō Tanaka Grafikdesigner/Künstler
Präsentationen:
„Japanische Plakate: Ikko Tanaka – Faces“, Pinakothek der Moderne, München, 3.03.2018 bis 17.06.2018;
„Ikkō Tanaka. Plakate aus Japan“,
Neues Museum für Kunst und Design, Nürnberg, 27.10.2017 bis 18.02.2018
Modekollektion: Issei Miyake
Bücher: Diverse Bücher von und über den Meister des japanischen Grafikdesigns (s. z.B. Amazon)

2 Kommentare

    • Kathrin Aue

      Das Neue Museum für Kunst und Design in Nürnberg hat einen Katalog zur Ausstellung „Von der Kunst ein Teehaus zu bauen“ herausgebracht, in deren Rahmen auch die Plakatpräsentation von Ikkō Tanaka gezeigt wird. Ob diese im Katalog enthalten ist, weiß ich leider nicht. Die Pinakothek der Moderne bietet aktuell noch keinen Katalog zu Ikkō Tanaka im Onlineshop an.

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