Kayoko Mizumoto: Sehende Keramikkunst in Kutani-Art

Kayoko Mizumoto Keramik

Sollte jemand auf die Idee kommen, auf und in den Kutani-Keramiken von Kayoko Mizumoto tatsächlich Speisen und Getränke zu reichen, Vorsicht, Kleckergefahr! Die bunt und reich verzierten Teller, Tassen und Schalen animieren umgehend dazu, in die Hand genommen und von allen Seiten betrachtet zu werden und scheinen gleichzeitig den Betrachter selbst nicht „aus den Augen“ zu lassen.

Kayoko Mizumoto Homepage

Künstler-Webseite von Kayoko Mizumoto

Kleine, fabelhaft anmutende Wesen, blumige Verzierungen, schuppenartige Muster ziehen sich über die glasierten Oberflächen der märchenhaft gestalteten Keramiken, die zudem nicht selten mit Stacheln, Dornen oder Hörnern versehen sind – und immer über (mindestens) ein eigenes Auge verfügen. Die „sehenden“ Objekte folgen mit ihrem strahlenden Blick den Augen des Betrachters, aufmerksam, verträumt, abwartend, herausfordernd. Mizumoto kreiert mit ihren Keramiken unvergessliche Augenblicke im wahrsten Sinne des Wortes. Jeder einzelne Augenblick lässt sich unendlich in die Länge ziehen und wird dabei nie unangenehm.

Kayoko Mizumoto Tasse im Detail

Schale „Liberty“ von Kayoko Mizumoto, 2014

Die Kunstobjekte – die durchaus als Gebrauchsgegenstände dienen und verwendet werden können – haben ein angenehmes Gewicht, insbesondere die Tassen und Schalen sind wahre Handschmeichler. Sie sind zeitgenössische Kunst-Interpretationen der traditionellen Kutani-Keramik, einer besonders geschätzten, hochwertigen und speziellen, nachweislich seit dem 17. Jahrhundert in Japan praktizierten Technik (Quelle: japanesepotterynet). Die ursprünglich verwendeten fünf Farben Grün, Blau, Rot, Gelb, Lila finden sich auch in Mizumotos Arbeiten, wobei Rot auffallend häufig und stark vorkommt. Auch schwarz-weiße Muster sind häufig gewählte Motive der Künstlerin.

Keramikkunst von Null auf Hundert

Die Autodidaktin Mizumoto wurde 1971 in der Präfektur Ishikawa, Wiege und Hochburg der Kutani-Keramik, geboren. Nachdem sie sich zunächst mit Textilien für die Herstellung von Kimonos beschäftigt hatte, begann sie mit Ende zwanzig, ohne grundlegende Ausbildung, als Keramikkünstlerin zu arbeiten. Erst zwei Jahre später ging sie in der Herstellung von Kutani-Keramik in Lehre.

Inzwischen ist Kayoko Mizumoto regelmäßig in Gruppenausstellungen vertreten und hatte 2013 und 2015 Solo-Ausstellungen ihrer Werke in Japan. Hierzulande wird sie von der Micheko Galerie in München vertreten, die ihre Arbeiten zuletzt 2016 im Rahmen einer Gruppenausstellung präsentierten. Nähere Informationen zur Künstlerin, ihren Keramiken und Ausstellungen finden sich auf artsy.

Kayoko Mizumoto – Keramikkünstlerin
Künstler-Webseite
Instagram: @kayoko_mizumoto
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