Instax: Manchmal muss es sofort sein

Instax Mini von Fujifilm

In meiner Kindheit gab es wunderbare Momente, die sich im wahrsten Sinne des Wortes festhalten ließen, und zwar praktisch sofort. Was für uns früher die Polaroid als Sofortbildkamera war, ist heute unsere Instax Mini von Fujifilm. Fotos daraus sind auch heute noch manchmal einfach viel schöner und in jedem Fall haptisch wesentlich ansprechender, als die Bilder (nur) auf dem Smartphone anzusehen. Hin und wieder muss es eben nicht nur sofort, sondern auch greifbar sein.

Vor etwa fünf Jahren haben wir uns entschlossen, noch einmal in die analoge Sofortbildwelt einzutauchen. Unser Startprojekt waren Aufnahmen von unserem neugeborenen Sohn mit seinen „ersten Kontakten“ – nach uns. Wir fanden den Gedanken reizvoll, davon Fotos zu haben, die in vielen Jahren hoffentlich ordentlich vergilbt sind und die typische Patina entwickeln, die wir nur von den klassisch alten Analogfotos kennen.

Inzwischen hat Sofortbild eine kleine Renaissance erlebt und auch Polaroid ist wieder aufgelegt worden. Als wir nach einer geeigneten Kamera gesucht haben, gab es hingegen nicht sehr viel Auswahl. So fiel unsere Entscheidung für die Instax Mini nicht ganz frei aus. Allerdings sind wir bis heute mehr als glücklich damit.

Robuste Sofortbildkamera, teures Fotopapier

Instax Mini Sofortbildkamera Tragetasche

Schützende Tasche für die Instax Mini (inzwischen gibt es trendigere Modelle)

Natürlich fand auch unser Sohnemann die Kamera bald sehr interessant und wollte damit auf eigene Faust und aus seiner Perspektive fotografieren. Wir müssen sagen: die Kamera macht ziemlich viel mit. Das Gehäuse ist relativ dick, hat bislang einiges ausgehalten und ist immer noch nahezu kratzfrei und ohne sonstige Macken. Auch Dank des entsprechenden Zubehörs, einer Hülle, die schützt und an einem Band wie eine Tasche getragen werden kann. Die von Kinderhand ausgeführten Aufnahmen waren im Ergebnis erstaunlich oft richtig gut. Leider ist das Fotopapier für die Kamera teuer. Zwischen 17 und 19 Euro kostet der Doppelpack, der gerade einmal 20 Aufnahmen ermöglicht. Also eher nichts für laufende Schnappschüsse oder ausgiebiges Experimentieren. Daran hat sich im Vergleich zu früher tatsächlich wenig geändert. Nur, dass wir das in unserer Umsonst-Kultur so gar nicht mehr gewohnt sind.

Nimmt man Sofortbildfotografie als das, was es ist, kann man auch mit den Kosten ganz gut leben. Für die schnellen und vielen Aufnahmen in Alltag oder Urlaub nehmen wir also weiterhin vornehmlich das Smartphone in die Hand. Für besondere, eigene „Foto-Projekte“ hingegen ist die Instax Mini bei uns häufig die Kamera der Wahl. Es macht schlicht Spaß. Alleine das Warten auf das Resultat, das sich (entgegen des vielversprechenden Namens) erst langsam auf dem Papier zum fertigen Foto entwickelt.

Eine gelungene Kombination aus Digitalfotografie und Sofortbild gibt es übrigens dank des mobilen Minidruckers Instax Share von Fujifilm auch noch. Fotografieren mit Smartphone oder Digitalkamera (Fujifilm), ausgewähltes Foto per WLAN an den Drucker schicken – schon wirft der das kleine Bildchen aus. Auch so kann man herrliche Momente der Entschleunigung genießen! Und ein bisschen Nostalgie zwischendurch tut einfach gut – und wird vielleicht auch unseren Sohn irgendwann einmal so packen wie uns.

Sofortbildkamera
Modell: Instax Mini 9
Hersteller: Fujifilm
Bezugsquellen: stationärer Elektrofachhandel; Mediamarkt (online kaufen); Saturn (online kaufen); Amazon (online kaufen)

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