Von Tinten und Minen

Ohto Stifte

Auch in Zeiten mehrheitlich digitaler Kommunikation schreibe ich regelmäßig noch per Hand. Am häufigsten, um mir Notizen zu machen. Sei es beruflich oder für den nächsten Einkauf. Zwar verwende ich keinen Füller mehr, schreibe jedoch am liebsten nach wie vor mit Tinte. Und zwar mit einem meiner Ohto Tintenroller, die wir vor vielen Jahren bei unserem ersten Japan-Trip vor Ort gekauft haben.

Schreiben mit Ohto-Stift

Schon bei unserem ersten Urlaub in Japan sind wir in einem Schreibwarenladen auf eine große Auswahl an Kugelschreibern und Tintenrollern der japanischen Firma Ohto gestoßen. Der Firmenname war mir kein Begriff, obwohl es diese Marke auch bei uns zu kaufen gibt. Das schöne Schriftbild, das sich mit den Tintenrollern – und auch Kugelschreibern – ergibt, hat uns neben der hochwertigen Optik besonders angesprochen. Die Stifte wirken wesentlich teurer, als sie tatsächlich sind.

Präzisions-Schreibwerke in schönem Gewand

Geöffnete Ohto StifteIch benutze sowohl den schlanken Tintenroller „Words“ (braungold im Bild) wie auch den kräftigeren „Liberty“ (mectalicblaub im Bild). Die Minen dafür gibt es in unterschiedlichen Stärken, von 0,5 – 1,0 mm. Die Minen sind unglaublich langlebig und halten, soweit die Tinte nicht vorher verbraucht ist, über Jahre ihre hervorragende Schreibfähigkeit. Stift und Mine sind bei uns eher unter dem Namen „Kyocera Ceramic Liner“ bekannt und zu finden.

Der Multifunktionsstift Multi Slim 4 (schwarz im Bild) ist mein absoluter Favorit für unterwegs. Er versteckt in seinem schlanken Gehäuse vier Minen: je eine schwarze, blaue und rote Kugelschreibermine sowie eine Bleistiftmine. Am oberen Rand des Stiftes sind die einzelnen Minen in Form von Punkt und Farbangabe abgebildet. Um die gewünschte Mine auszuwählen, hält man den Stift so, dass die dazu gehörige Abbildung nach oben zeigt. Dabei wechseln die Minen im Stiftinneren über das Gravitationsprinzip entsprechend der Auswahl. Dann drückt man den Knopf am Stiftende und die ausgewählte Mine fährt aus dem Stift. Etwas kompliziert, daher empfehle ich das folgende Video (englisch), in dem ein Youtuber diesen Vorgang anschaulich und verständlich präsentiert:

Traditionshaus mit Innovationskraft

Ohto ist ein japanisches Traditionsunternehmen, das 1929 in Tokyo gegründet wurde und zunächst mit Farbstoffen und Tinte handelte. 1949 entwickelte die Firma den ersten Kugelschreiber Japans, 1963 den ersten wasserbasierten Kugelschreiber, 1981 den weltweit ersten Ceramic Roller Pen und präsentierte 2006 die CERA-GEL-Technologie.

Trotz seiner langen Historie und vieler Innovationen, scheint die Firma Ohto hierzulande erstaunlich unbekannt zu sein. Wir hoffen, dass sich das bald ändert. Denn die Produkte gehören definitiv zum Besten aus Japan.

Bezugsquellen:
Stationäre Papeterien und Schreibwarenläden des Vertrauens,
Papeterie R.S.V.C.: online kaufen, Schreibwaren „Papier und Stift“: online kaufen, Cult Pens: online kaufen

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